AWO Kitas beim Karriere-Kompass der Rainbrunnenschule Schorndorf

T-Shirts wurden gegen Hemd und Bluse, Sneaker gegen makellose Schuhe getauscht: Rund 50 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 9 und 10 der Gemeinschaftsschule Rainbrunnen in Schorndorf haben sich schick gemacht. Der Anlass? Die Veranstaltung Karriere-Kompass, bei der sie nicht nur Unternehmen kennenlernen, sondern auch in Übungs-Vorstellungsgesprächen Erfahrungen sammeln oder sogar einen Praktikumsplatz ergattern können. Für viele ist es das erste Vorstellungsgespräch überhaupt, so auch für die 15-jährigen Schüler Justin, Jason und Noah. Wie haben sie sich geschlagen?

Nach einigen Praktika war für Justin klar: Er will Elektriker werden, genau wie sein Vater. Im Rahmen des Karriere-Kompasses stellt er sich deshalb bei der Grunbacher Firma Klingele vor. „Ich durfte viel mithelfen“, sagt der 15-Jährige über seine bisherigen Praxiserfahrungen. Was er denn schon über das Familienunternehmen weiß, wollen Constantin Heüveldop, Personalreferent, und Sascha Guse, Lean Manager, wissen. Justin hat sich auf die Frage vorbereitet: „Sie stellen nachhaltig Verpackungspapier her.“ Dabei handelt es sich um Verpackungen aus Wellpappe, ergänzt Sascha Guse. Und was macht ein Elektriker bei der Firma Klingele? „Elektriker sind bei uns in der Instandhaltung angesiedelt.“ Sie würden sich beispielsweise um Störungen kümmern.

Gute Noten, Wissen über die Firma, Praxiserfahrung und auch die Kleidung, Ausstrahlung und Körperhaltung passt: Justin erhält eine äußerst positive Rückmeldung von den Kingele-Mitarbeitern. Fürs erste Mal sei das top gewesen. Wenn er ein Praktikum bei Klingele machen möchte, soll er sich frühzeitig melden. Justin hat Eindruck hinterlassen: Dass sich jemand im Vorstellungsgespräch beim Karriere-Kompass besser schlägt, das glaubt Sascha Guse nicht.

„Als ich reinkam, war ich nervös, nach einer Weile wurde ich entspannt“, meint Justin im Anschluss. Das Fazit nach dem ersten Vorstellungsgespräch seines Lebens: „Es war gar nicht so schlimm.“ Um ein Praktikum will er sich bei der Firma Klingele bewerben.

Noah hat sich bei der Firma Bahmüller aus Plüderhausen vorgestellt, als Elektroniker für Automatisierungstechnik. Der 15-Jährige ist ebenfalls zum ersten Mal in einer Bewerbungssituation. Bei der Firma habe er schon einmal ein Praktikum absolviert, „das hat mir so gut gefallen“. Eine Ausbildung kann er sich dort auch vorstellen. Die Firma Bahmüller wohl auch, denn, wie Noah berichtet, sei das Gespräch „ziemlich gut gelaufen“.

Jason kommt aus Schorndorf, wird 2027 die Mittlere Reife abschließen, fährt gerne Fahrrad und schraubt auch gerne daran rum, so beschreibt sich der 15-Jährige. Warum er Mechatroniker werden will? „Ich interessiere mich sehr für Technik.“ Außerdem steht für ihn fest: „Hauptsache kein Büro.“ Sein Übungs-Vorstellungsgespräch hat der Schüler bei der Firma Schnaithmann, Maschinenbauunternehmen, in Remshalden. Seine Lieblingsfächer an der Rainbrunnenschule sind Technik, Physik und Chemie, sagt Jason. Für eine Ausbildung zum Mechatroniker muss er noch seine Mathenote verbessern: Das empfiehlt Engin Hergül, Ausbildungsleiter.

Warum sollten wir dich einstellen, will Hannah Glöggler, Auszubildende, von Jason wissen. „Ich bin sehr lösungsorientiert und habe ein gutes technisches Verständnis.“ Insgesamt fällt das Fazit zu Jasons erstem Vorstellungsgespräch positiv aus: „Wenn du Lust hast, kannst du gerne mal ein Praktikum bei uns absolvieren.“ Für kommende Bewerbungsgespräche rät Engin Hergül dazu, ein, zwei Fragen zum Unternehmen oder zur Ausbildung vorzubereiten. Das zeige noch mal zusätzliches Interesse.

Am Karriere-Kompass an der Rainbrunnenschule haben sich die AWO-Kindergärten, die Firma Bahmüller, die Krankenkasse Barmer, Burger-Schloz, Capurso Remstal Markt, Deutsche Bahn, Etikett Schiller, die Firmen Föhl, Freeglas, Klingele, Leibbrand, Oskar Frech, Schnaithmann, die Stadtverwaltung Schorndorf und team-d beteiligt. Neben den Vorstellungsgesprächen war für Schüler/-innen auch eine kleine Messe geboten, auf der sich die beteiligten Unternehmen präsentieren konnten. Oder wie Rektorin Karola Gross sagt, ein „Markt der Möglichkeiten“. Auf den Tag haben sich die Schüler/-innen vorbereitet: mit Bewerbungstraining und dem Erstellen von Unterlagen.

Text und Beitragsbild: Zeitungsverlag Waiblingen

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Gruppenfotos Rainbrunnenschule